Open Source Lizenzen und Open Source Vermarktungsmodelle - Die rechtlichen Rahmenbedingungen
OSS-Vermarktungsmodelle und OSS-Lizenzen stehen in einer engen Wechselwirkung: Das Vermarktungsmodell muss sich innerhalb der Grenzen der zugrunde liegenden Lizenzen bewegen; gleichzeitig kann mit der Wahl einer passenden OSS-Lizenz entscheidender Einfluss auf das Geschäftsmodell genommen werden. Diese Thematik hat maßgebliche Folgewirkungen, u.a. auch für die Attraktivität des Unternehmens gegenüber Venture Capital Investoren.
Der Workshop wird daher zunächst die bekannteren OSS-Lizenzen, ihre Besonderheiten und ihre Verankerung in der deutschen und US-amerikanischen Rechtsordnung vorstellen. Anhand von Fallstudien werden die Wechselwirkungen zu den möglichen Geschäftsmodellen vorgestellt und diskutiert.
Je nach Interessen der Teilnehmer besteht dabei die Möglichkeit, intensiver auf typische Herausforderungen und Schwierigkeiten einzugehen: Kriterien für die Wahl einer OSS-Lizenz, Vor-/Nachteile eigener Lizenztexte, Sorgfaltspflichten beim Ermitteln des rechtlichen Status von vorhandenem Code, Vor- und Nachteile von Dual Licensing, Kompatibilitätsfragen zwischen den unterschiedlichen Lizenzen, Community- und Enterprise-Editions, Notwendigkeit von Contributor Agreements etc.
Der Workshop wird gehalten von Rechtsanwalt Dr. Martin Braun, Kanzlei WilmerHale. Er berät Unternehmen aller Größenordnungen u.a. bei der Einführung und beim Einsatz von Open Source Software und hat eine Reihe von Unternehmen dabei betreut, für ihre Software auf OSS-Vermarktungsmodelle zu wechseln. Weitere Beratungsschwerpunkte von Dr. Braun sind die Bereiche Outsourcing, Datenschutz/Compliance und Electronic Commerce.
Der Workshop fand zuletzt am 19. Februar 2009 von 14-18 Uhr in den Kanzleiräumen von WilmerHale in Frankfurt am Main statt und wird für 2010 ein weiteres Mal angeboten.

