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Über uns

Die Open Source Business Foundation e.V. (OSBF, www.osbf.de) ist ein im Mai 2006 in Nürnberg gegründetes Open-Source-Netzwerk mit europaweiter Ausrichtung. Mitglieder der OSBF sind Unternehmen, Institutionen und Personen, die sich für Open-Source-Software begeistern. Bei den Aktivitäten des Netzwerks steht immer der geschäftliche Nutzen von Open Source-Software im Vordergrund. So bestimmt die Satzung der OSBF als Vereinszweck, die Open-Source-Software- und Dienstleistungsindustrie zu stärken und im Bereich Entwicklung und Dienstleistung Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.

Darüber hinaus hat die OSBF auch politische Aufgaben und Ziele. Durch aktive Koordination der Meinungsbildung der OSBF-Mitglieder untereinander und durch die Vertretung der gemeinsamen Interessen gegenüber Dritten wie Verbänden und der Politik, soll der Stellenwert von Open-Source-Software verbessert werden. Typische Arbeitsfelder sind die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Open-Source-Software, rechtliche Aspekte von Patentierungen und Lizenzen, kommunale Vergaberichtlinien oder die Förderung des Einsatzes von Open-Source-Software im Mittelstand. Dazu wird die OSBF den Dialog mit Ministerien und Parteien in Berlin und Brüssel intensivieren.


Die Mitglieder der OSBF

Bis Anfang 2009 hatten sich bereits 160 Mitglieder aus Deutschland, Europa und den USA der OSBF angeschlossen, so dass sowohl Unternehmensgründer als auch etablierte Unternehmen eine breite Plattform finden, die neue Kontakte bietet und Geschäftsideen unterstützt und fördert.

Etwa die Hälfte der OSBF-Mitglieder sind Software- und Service-Firmen. Dazu zählen auch internationale Unternehmen wie Novell, Open-Xchange und Red Hat. Mehr al ein Dutzend Mitglieder sind Risikokapitalgesellschaften, die Unternehmen unterstützen, die eine Wachstumsfinanzierung benötigen. Die Universitäten Erlangen-Nürnberg und Oldenburg und die Freie Universität Berlin fungieren als Schnittstelle zur Wissenschaft. Die Stadt Nürnberg, die zu den Top Ten der europäischen IT-Standorte zählt und deren Patentquote im IT-Sektor europaweit auf dem dritten Platz liegt, ist ebenfalls OSBF-Mitglied.

Von den OSBF-Mitgliedern engagieren sich inzwischen über 20 als Foundation Coaches. In dieser Form stellen sie den Mitgliedsfirmen ihre Berufserfahrung kostenlos zur Verfügung. Dazu gehört etwa die Vermittlung von hochrangigen Kontakten zu internationalen Software-Unternehmen, die Unterstützung im Bereich Open-Source-Technologien und Geschäftsmodelle, die Beratung beim Aufbau eines Produkt- und Vertriebsmanagements, die Entwicklung von Go-to-Market-Strategien und die Unterstützung bei der Wachstumsfinanzierung durch Business-Angel-Netzwerk- und Venture-Capital-Unternehmen.

Das Erfolgsrezept des OSBF besteht darin, Software-Unternehmen und Service-Firmen, Risikokapitalgeber, Hochschulen und Coaches zu vernetzen und OSBF-Mitglieder in attraktive Projekte einzubeziehen.

Die Projekte der OSBF

OSBA Award: Die jährliche Verleihung des Open Source Business Award (OSBA) - sowohl für europaweit beispielgebende Geschäftskonzepte von Open Source-Softwareunternehmen als auch für herausragende Businessimplementierungen von Anwenderunternehmen - ist eines der Highlights im Spektrum der OSBF Events. Die Awards werden im Rahmen des Kongresses "Open Source Meets Business" verliehen, der vom jährlich Nürnberg stattfindet.

Ein weiteres Projekt der OSBF ist COSAD (Collaborative Open Source Application Development). Dieses Projekt hat zum Ziel, die wichtigsten Komponenten für den Aufbau eines Best-Practice-Konsortiums zu definieren, um gemeinsam Open-Source-Software zu entwickeln. Der Hintergrund: Die Zusammenarbeit von Wettbewerbern zur Erstellung von Software-Implementierungen im Rahmen von Open-Source-Projekten verringert die kostenintensive Abhängigkeit von proprietären Software-Lösungen oder teuren Eigenentwicklungen und spart damit Geld.

Die Embedded Open Source Cluster Initiative (EOSCI) der OSBF hat das Ziel, Anbieter und Anwender von eingebetteten Systemen untereinander und mit den Hochschulen zu vernetzen, um gemeinsame Entwicklungsprojekte durchzuführen, Kontakte zu knüpfen und Kooperationspartner zu finden. Hierzu findet ein enger Austausch mit dem Embedded Systems Institute ESI der Universität Erlangen-Nürnberg statt. Unternehmen erhalten dadurch frühen Zugriff auf aktuelle universitäre Forschungsentwicklungen, Werkzeuge und Ideen. Arbeitsbereiche sind eingebettete Systeme in allen Bereichen der Mechatronik, Automatisierung und Konsumelektronik mit den Schwerpunkten Automotive, Medizintechnik und Kommunikationstechnik.

Das OSBF-Projekt Plat_Forms ist ein internationaler Programmierwettbewerb, der gemeinsam mit der FU Berlin und dem iX-Magazin (Heise-Verlag) durchgeführt wird. Er fand 2007 zum ersten Mal statt und hat zum Ziel, verschiedene Technologieplattformen für webbasierte Anwendungen zu vergleichen: JAVA EE, .NET, PHP, Perl, Python und Ruby on Rails.

Auch ist die OSBF Partner und Unterstützer des jährlich stattfindenden europäischen Kongresses Open Source Meets Business (OSMB).

Inkubator für Unternehmen

Die OSBF verantwortet mit dem Linux Business Campus Nürnberg (LBCN) den Aufbau eines Innovationszentrums für junge Unternehmen, die auf Open Source basierende Software entwickeln. Der Business Campus fungiert als Inkubator für Open-Source-Projekte und bietet jungen Firmen ein attraktives Willkommensangebot, zum Beispiel Mietfreiheit in den ersten drei Monaten, günstige Anschlussmieten und Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur mit hochwertiger technischer Ausstattung. Die Rahmenbedingungen und der persönliche Austausch vor Ort lassen eine Campus-Kultur entstehen, die Start und Weiterentwicklung junger Unternehmen fördert. Unterstützt wird dies durch die räumliche Nähe zu internationalen Open-Source-Firmen wie Suse/Novell und Open-Xchange.

Langfristige Ziele

Die OSBF sieht es in Verbindung mit der etablierten und auch zukünftig stark wachsenden Bedeutung der Open-Source-Bewegung als eine ihrer Hauptaufgaben an, sich im Rahmen der Verbandsarbeit stärker in der Wirtschaft, der Politik und der Öffentlichkeit zu positionieren, um den OSBF-Mitgliedern Standortvorteile zu bieten und sich für Open Source einzusetzen.

Die OSBF arbeitet unter der Leitung seines in der Politik bestens vernetzten Vorstands Frank Sempert daran, einen Paradigmenwechsel in der Betrachtung und Bewertung von Open-Source-Software herbeizuführen und als etablierter Verband in Augenhöhe mit anderen Vereinigungen sowie als Anlaufstelle für Fragen oder Diskussionen über Open Source zu agieren.

Richard Seibt, Vorstandsvorsitzender und Initiator des OSBF, sieht vor allem den konkreten Nutzen der Mitglieder: „Wir haben mit der OSBF eine Keimzelle geschaffen, die Unternehmen zum Geschäftserfolg verhelfen und angehende Unternehmer ermutigen soll, sich selbständig zu machen.“  „Für unsere Mitglieder und für die ganze Open Source-Branche ist es ein zentrales Anliegen, endlich einen Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von Open Source zu erreichen“, erläutert Frank Sempert, OSBF-Vorstand für das Ressort Verbandsarbeit. „Es ist wichtig, dass wir der Politik und der Öffentlichkeit durch unsere konkreten Aktivitäten zeigen, dass Open Source längst erwachsen geworden ist und alle Bereiche der Unternehmens-IT durchdringt. Open Source ist nicht mehr die Spielwiese technologieverliebter Software-Anarchisten, sondern das zentrale Zukunftsfeld des IT-Business. Aktuellen Studien zufolge werden schon 2010 weltweit mehr als 50 Prozent aller IT-Systeme auf Open Source basieren.“